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06.September 2007

20. November 2003Herta 11/03
Foto: C. Bierbaum

Hallo ihr Menschen,
wie ihr ja schon in der Einführung gelesen habt, verbrachte ich die ersten Monate meines Lebens in grosser Enge in einer von Menschen so genannte Aufzuchtstation. Dann wurden alle unsere Brüder auf ganz schlimme Art umgebracht. Wir Mädchen durften am leben bleiben bis wir in einem grossen Auto in unser eigentliches Zuhause, eine sogenannte Legebatterie, gebracht wurden. Dies war eine schlimme Fahrt, ein paar von meinen Schwestern haben diese Fahrt nicht überlebt.
In der Legebatterie wurden wir jeweils zu fünft in einen ganz kleinen Drahtkäfig gesteckt - über, unter und neben mir - überall waren diese Drahtkäfige mit meinen Schwestern. Ich hatte kaum Platz mich umzudrehen, meine Schwestern hockten dicht neben mir auf diesem für meine Krallen unangenehmen Drahtgitter.
Die Eier, die wir legten, verschwanden immer auf unerklärliche Weise in den Drahtgittern, so das wir immer neue legen mussten, denn wir machen uns eigentlich ein Nest mit ungefähr 5 Eiern, auf denen wir dann unsere Kinder ausbrüten. Wir sind dazu noch speziell dazu von Menschen gezüchtete Legenhennen, wir legen viel öfter als andere Hühner Eier und das ist immer sehr anstrengend so ein Ei zu legen.
An der Seite des Käfigs, wo wir etwas raussehen konnten, lag immer das Essen, jeden Tag das gleiche und wir kämpften darum, da es zuwenig war und auch gar nicht schmeckte.Im Laufe der Zeit wurden meine Schwestern immer stärker und ich immer schwächer, der Streit um das wenige Futter war ein Kampf ums Überleben.
Eines Tages, oder besser eines Nachts wurde es plötzlich hell in unseren Käfigen. Da kamen ein paar Menschen mit Lampen auf den Köpfen.
Sie machten einige Drahtkäfige auf und nahmen ein paar von meinen Schwestern heraus und steckten sie in andere Käfige. Dann gingen sie wieder. In der nächsten Nacht kamen sie aber wieder.
Diesmal blieben sie genau vor unserem Käfig stehen und schauten mich an und dann haben sie wohl miteinander geredet. Sie machten den Käfig auf und versuchten mich raus zu holen. Ich hatte zwar Angst, aber sie waren ganz vorsichtig und setzten mich dann in einen kleinen Käfig in dem ich mehr Platz hatte als vorher.
Dann wurde es etwas ruckelig und ich wackelte eine zeitlang hin und her.
Aber dann wurde der komische Käfig aufgemacht und da waren auf einmal keine Schwestern mehr, sondern nur noch ein paar Menschen und ein grosser Käfig voller Stroh, in den die Menschen mich dann, nachdem ich mir den grossen Raum anschauen konnte, setzten.

Und wie es weitergeht, erzähle ich euch hier.


Unsere geliebte Herta verstarb
unerwartet am 22. Juni 2005.

In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von einem Lebewesen, das uns so sehr am Herzen lag und werden ihr immer gedenken. Du warst ein besonderes Huhn, anhänglich und für Deine Bande eine friedliche Anführerin.
 
Herta, wir vermissen Dich!
In Erinnerung an unsere Schwestern

LuiseZwei Jahre lebte Luise in Freiheit und erzählte die Geschichte von Herta Huhn weiter, am 27.Juli 2007 ging Luise nach kurzer schwerer Krankheit von uns. Luise war anhänglich und gerne bei uns Menschen in der Nähe. Sie kuschelte sich jeden Abend ein Stündchen an Karin um dann endlich ins Hühnerbett zu den anderen zu gehen.

Am 24. August 2007 schlief Dörthe ein. Sie lebte über drei Jahre in Freiheit und hinerläßt wie Luise eine große Lücke. Wir werden sie nie vergessen.

Am 29. August 2007 August kamen dann drei neue Hühner befreite Hühner zu uns. Eins davon hat einen verkrüppelten Fuß und heißt nun Trudchen. Sie hat nun tapfer mehrere Tierarztbesuche hinter sich und wird ein Problemfall bleiben. Bald gehts hier dann weiter.

Lara war schon seit längerer Zeit ein wenig träge und nicht mehr so aktiv.Lara verstarb in der Nacht auf den 6. April 2006. Wir trauern sehr um Lara.

IVier  Hennen die kurz vor dem Umzug in eine Batterie befreit  wurden lebten bei uns im Mai 2006 ein paar Tage bis zu ihrer Weitervermittlung bei uns.

 

Nach kurzer Krankheit verstarb unsere Uschi in der Nacht auf den 4. März 2007.

Uschi, Du fehlst uns.

Anfang Januar 2007 kamen zwei weitere Hühner zu uns, Iris und “Küken”, wir wissen nun, das sie ein Huhn ist und haben noch keinen Namen für sie

 Der Tag nach Hertas Befreiung

 Ein Jahr später

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